Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach

Im Zeitraum vom 30. Juni bis zum 26. Juli ist auf dem Vorplatz des Kreishauses in Siegen die Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ zu sehen. Die Ausstellung zeigt Plexiglas- Figuren jüdischer Sportlerinnen und Sportler zur Zeit des Nationalsozialismus, ehrt deren Erfolge und veranschaulicht ebenfalls die Probleme, mit denen sich jüdische Athletinnen und Athleten damals konfrontiert sahen. Sie war bereits in über 50 Städten zu sehen und kann kostenlos besucht werden.

In Siegen bot die Wanderausstellung zusätzlich noch Führungen an, bei denen Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums in Kreuztal und des Stift Keppel in Hilchenbach, Besucher der Ausstellung durch die Lebensgeschichten der Athleten und Athletinnen mitnahmen. Die vier Schüler Ben Stötzel, Lorelei Friedrich, Johanna Zimmermann und Anna Jüngst haben sich in Vorbereitung auf die Führungen dazu im Voraus ein Wochenende in Netphen getroffen. Zusammen mit Barbara Friedrich, die als Beauftragte für Israelarbeit im Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein arbeitet, haben sie die Lebensläufe der Stars erarbeitet und konnten die Führungen frei gestalten. Insgesamt Sechs Führungen haben die vier Schüler übernommen und verschiedene Schulklassen aus dem Umkreis Siegen-Wittgenstein durch die Ausstellung begleitet. Das Konzept, das dabei im Vordergrund stand, war das „Peer to Peer“ Programm. Dabei führen Schüler gleichaltrige Schüler durch die Ausstellung und vermitteln ihnen so auf Augenhöhe Einblicke in die damalige Zeit. Der Austausch unter Gleichaltrigen soll dadurch gefördert und das Thema sowie die Erinnerungskultur den Schülern nähergebracht werden.

Text und Fotos: Anna Jüngst

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