Am 10. Februar 2026 öffnete die Universität Siegen am Campus Emmy Noether ihre Türen für den Studientag Physik 2026. Insgesamt 114 Schülerinnen und Schüler sowie fünf begleitende Lehrkräfteaus fünf Schulen der Region nutzten die Gelegenheit, einen intensiven und praxisnahen Einblick in die Welt der universitären Physik zu erhalten, darunter 33 Schülerinnen und Schüler der Physik-EF-Kurse des Städtischen Gymnasiums Kreuztal.
Nach der Ankunft wurden die Teilnehmenden um 9:30 Uhr von Prof. Dr. Carsten Busse im Hörsaal ENC-D 114 herzlich begrüßt. Direkt im Anschluss folgte der spannende Einführungsvortrag von Prof. Dr. Wolfgang Killian mit dem Titel „Kosmologie und Teilchenphysik“, der die Schülerinnen und Schüler auf eine Reise zum Urknall und zu „Physik in Siegen – klein, aber fein“ mitnahm und großes Interesse weckte.
Ein zentraler Bestandteil des Studientags waren die Werkstätten, in denen die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden konnten. Nach einer organisatorischen Einweisung starteten die alphabetisch gemischten Gruppen in drei aufeinanderfolgende Workshops. Besonders erfreulich war zu beobachten, dass unsere Schülerinnen und Schüler dabei auch neue Kontakte und Freundschaften knüpfen konnten. Sie lernten unter anderem die Funktionsweise elektronischer Detektoren für Elementarteilchen und von Siliziumphotomultipliern kennen, bauten und testeten eine Vortexkanone, führten Schwebeexperimentedurch, knackten kryptographische Codes und untersuchten Stromkreise mit 2D-Graphitschichten. Betreut wurden die Werkstätten von engagierten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Studierenden der Universität, die Theorie und Praxis anschaulich miteinander verbanden.
Zwischen den Workshops hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, gemeinsam in der Mensa der Universität zu Mittag zu essen. Diese Pause bot nicht nur Stärkung, sondern auch Raum für Austausch und Gespräche über Eindrücke, Studienmöglichkeiten und das Leben an der Universität.
Den Abschluss des Studientags bildete eine Showvorlesung, die noch einmal eindrucksvoll zeigte, wie faszinierend Physik sein kann. Erhaltungssätze wurden dabei experimentell getestet – unter anderem mit dem Antrieb von Luft- und Wasserraketen, einer schnell rotierenden Motorradkette sowie spektakulären Experimenten bei Temperaturen von +100 Grad Celsius bis −196 Grad Celsius unter Einsatz von flüssigem Stickstoff. Mit anschaulichen Experimenten und verständlichen Erklärungen sorgte die Vorlesung für einen gelungenen Ausklang der Veranstaltung, die gegen 14:30 Uhr endete.
Der Studientag bot den Schülerinnen und Schülern einen kompakten und praxisnahen Einblick in das Physikstudium und stärkte zugleich die Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität.
Text und Fotos: Frau Badea


