Francemobil zu Besuch an unserer Schule

Am 04.02.2026 durfte ein Teil der Klasse 10b an einer besonderen Französischstunde teilnehmen: Das FranceMobil war zu Gast an unserer Schule. Insgesamt nahmen rund 20 Schülerinnen und Schüler an dem Programm teil, das über den Tag verteilt in mehreren Durchgängen stattfand. Jede Gruppe verbrachte etwa 45 Minuten in einer abwechslungsreichen Spiel- und Informationsrunde rund um die französische Sprache und Kultur.

Begleitet wurde die Aktion vom Französischkurs von Frau Mouton. Zusätzlich war eine Reporterin von Radio Siegen anwesend, die sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die beiden Animateure interviewte. Dabei ging es um Eindrücke zum Programm, zur französischen Sprache und zur persönlichen Motivation, Französisch zu lernen. Ziel war es, echte Meinungen und authentische Erfahrungen einzufangen. Hier kann in den Mitschnitt reingehört werden:

https://nc.stierl.net/s/francemobil

Was ist das FranceMobil?
Das FranceMobil ist ein deutschlandweites Programm zur Förderung der französischen Sprache. Junge, muttersprachliche Animateurinnen und Animateure besuchen Schulen und bringen Französisch auf spielerische und lebendige Weise näher. Im Schuljahr 2025/2026 sind in Nordrhein-Westfalen unter anderem Martin Schmitt und Sarah Kroner unterwegs – die beiden leiteten auch die Aktion an unserer Schule.

Die Stunde fand in einem Stuhlkreis statt. Martin und Sarah sprachen dabei fast ausschließlich Französisch, um die bereits vorhandenen Sprachkenntnisse der Klasse zu vertiefen und echtes, alltagsnahes Französisch hörbar zu machen. Unbekannte Wörter wurden erklärt, übersetzt und teilweise an die Tafel geschrieben, sodass das Vokabular der Schülerinnen und Schüler erweitert werden konnte.

Zum Einstieg holte Martin einen großen Würfel hervor, während Sarah sechs Begriffe bzw. Fragen an die Tafel schrieb. Beim ersten Spiel wurde der Würfel im Kreis weitergegeben, während französische Musik lief. Stoppt die Musik, würfelte die Person mit dem Würfel und beantwortete – je nach Zahl – eine Frage, zum Beispiel zur eigenen Vorstellung, zu Hobbys, Lieblingsserien, Geschwistern oder gesprochenen Sprachen. Bei „Bingo“ mussten sogar alle Fragen beantwortet werden.
So kam jeder zu Wort und konnte seine Französischkenntnisse ausprobieren. Die lockere Atmosphäre sorgte schnell für gute Stimmung und ein angenehmes Lernklima.

Das zweite Spiel wurde von Sarah angeleitet. Die Klasse wurde in fünf Gruppen eingeteilt, und auf dem Boden lagen Memorykarten, deren Paare jedoch nicht identisch waren. Stattdessen gehörten jeweils zwei thematisch passende Karten zusammen – zum Beispiel typische französische Speisen, Sehenswürdigkeiten oder kulturelle Symbole.

Einige Karten spielten bewusst mit Klischees, was für viele Gespräche und auch das ein oder andere Schmunzeln sorgte: So zeigte eine Karte etwa einen Franzosen mit Schnurrbart, Baguette und Wein, während die passende Partnerkarte einen Mann mit Bier, Bierbauch und Latzhose darstellte.
Das Spiel regte zum Nachdenken, Vergleichen und Diskutieren an und machte kulturelle Unterschiede auf humorvolle Weise sichtbar.

Zum Abschluss durften die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Fragen stellen. Besonders interessant waren die persönlichen Eindrücke von Martin und Sarah zum Leben in Frankreich. Sie berichteten, dass der Süden Frankreichs als entspannter empfunden werde, während Regionen rund um Paris oft stressiger wirkten und die Menschen dort eher distanziert seien.
Außerdem informierten sie über Studienmöglichkeiten in Frankreich, auch für deutschsprachige Schülerinnen und Schüler, die Französisch im Abitur belegen.

Am Ende waren sich viele einig: Die Stunde war abwechslungsreich, motivierend und aufschlussreich. Das FranceMobil hat gezeigt, dass Französisch mehr ist als nur Unterricht – nämlich eine lebendige Sprache mit Kultur, Menschen und echten Perspektiven.

Text: Eliana Grinke
Fotos: Eliana Grinke, Frau Mouton

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