Für eine Woche ging es für 54 Schülerinnen und Schüler unsere Jahrgangsstufe der EF in den kleinen Ort Obervellach in Österreich, nahe des Mölltaler Gletschers. Dort erwarteten uns optimale Pisten- und Wetterbedingungen – perfekte Voraussetzungen für eine gelungene Schulskifahrt. Diese begann mit einer rund zwölfstündigen Busfahrt in die Berge.
Der erste Tag verlief anders als gedacht – und zwar abseits der Piste. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es für uns statt auf Skiern zu Fuß zur Burg Falkenstein, die oberhalb von Obervellach liegt. Die Wanderung dorthin ging über schmale Pfade immer steil bergauf. Somit war der Weg abenteuerlicher als die Burg selbst, die leider nur von außen bestaunt werden konnte. Außerdem wurden wir an diesem Tag mit unserem Leihskiequipment ausgestattet.
Am nächsten Tag begann dann endlich der erste richtige Skitag. Schnell merkten wir, dass allein das Laufen in Skischuhen zur Bushaltestelle anstrengender ist, als man zunächst denkt. Trotzdem ging es motiviert zum ersten Mal mit dem Gletscherexpress hinauf auf den Gletscher. Oben angekommen waren wir alle von der beeindruckenden Aussicht begeistert, bevor wir schließlich in Kleingruppen – je nach Vorerfahrungen und Können – unsere Skier anschnallten.
Die Anfänger wagten sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase in der Ebene langsam auf die Pisten und übten das kontrollierte Kurvenfahren. Mit jeder kleinen Abfahrt wuchs das Selbstvertrauen, sodass sich bald auch die ersten an die Lifte trauten. In den folgenden Tagen wurden die Pisten immer länger und anspruchsvoller. Bereits am dritten und vierten Skitag schafften es viele Schülerinnen und Schüler der Anfängergruppen, auch die roten Pisten zu bewältigen. „Am Anfang war ich noch ziemlich unsicher auf den Skiern, aber am Ende bin ich sogar eine rote Piste gefahren – das war ein richtig tolles Gefühl, das geschafft zu haben!“, berichtete ein Schüler begeistert.
Den fünften Skitag durften wir in Gruppen selbstständig auf den von den Lehrkräften freigegebenen Pisten verbringen. Am letzten Tag wagten sich einige der Anfänger gemeinsam mit Herrn Werner sogar auf ihre erste schwarze Piste.
Doch auch die Fortgeschrittenen wurden ordentlich in ihren Gruppen gefordert. Ob Kurzschwünge, Carven oder anspruchsvolle Abfahrten – keine Herausforderung war zu groß.
Rückblickend lässt sich sagen, dass unsere Skifreizeit ein voller Erfolg war. Wir alle hatten großen Spaß und niemand kam auf die Idee, sich auch nur eine Minute zu langweilen. Neben dem Skifahren waren es vor allem die gemeinsame Zeit, die Unterstützung der Lehrkräfte und die vielen lustigen Momente, die diese Fahrt unvergesslich gemacht und unsere Stufe noch mehr zu einem Team geformt haben.
Text: Kian Fatemi, Foto: Carolin Keßler


